HERZLICH WILLKOMMEN

Strecke nach Waldbröl wiedereröffnet!
Bitte entschuldigen Sie die Zugausfälle durch Böschungsbrand

Die Begeisterung am Sonntagmorgen war groß! Menschen säumten begeistert den Zugweg des Bergischen Löwen auf dem wiedereröffneten Streckenteil der Wiehtalbahn - von Oberwiehl bis Waldbröl.

Als die Dampflok "Waldbröl" zum ersten Mal seit mehr als fünfzig Jahren wieder in der Stadt eintraf, deren Namen sie trägt, standen so manchem die Tränen in den Augen. Die Einfahrt wurde durch das Symphonische Blasorchester der Musikschule Waldbröl (an dieser Stelle Herzlichen Dank) und dem Applaus der zahlreich erschienenen Menschen begleitet.

An Bord waren u.a. der stellvertretende Landrat des Oberbergischen Kreises Dr. Friedrich Wilke und die Bürgermeister von Waldbröl, Reichshof und Morsbach, Peter Koester, Rüdiger Gennies und Jörg Bukowski. Auch Oliver Wolff, Abteilungsleiter im Landes-Verkehrsministerium, nahm an Fahrt und Feier teil.

Peter Koester freute sich über die Ankunft des Zuges und wandte sich beim Festakt mit Blick auf die gemeinsame Geschichte von Politik und Eisenbahn an die Wiehltalbahner: „Wir sind auf einem guten gemeinsamen Weg!“. Oliver Wolff, Abteilungsleiter im Landes-Verkehrsministerium, kündigte den Besuch von Landes-Bau- und Verkehrsminister Lutz Lienenkämper im Eisenbahnmuseum Dieringhausen in der kommenden Woche an. Gerhard Mansel, Vorsitzender unseres Förderkreises, erinnerte daran, dass das Projekt Wiehltalbahn vor sechzehn Jahren in Waldbröl seinen Ausgang genommen hat: „Wir sind da angekommen, wo wie angefangen haben“. Bernd Kronenberg, einer der Initiatoren des Förderkreises der Wiehltalbahn und heutiger Ehrenvorsitzender, dankte allen Aktiven der letzten anderthalb Jahrzehnte für ihr Engagement.

Auf dem Bahnhof Waldbröl war am Sonntag Betrieb wie lange nicht mehr. Neben Speis und Trank und einer kleinen Ausstellung im Bahnhofsgebäude wurden Führerstandsmitfahrten auf einer Diesellok der Aggerbahn, einem privaten Eisenbahnunternehmen mit Sitz in Wiehl, angeboten.

Leider wurde die Freude etwas durch mehrere Böschungsbrände getrübt, die mutmaßlich vom Funkenflug der Dampflok ausgelöst wurden – wie mehrere andere Brände in der Region zeigen, war die noch winterdürre Vegetation beim strahlenden Sonnenschein an diesem Tag leicht entzündbar.

Die Betriebsleitung stoppte den Dampfzug, der sich nach seiner zweiten Tour nach Oberwiehl wieder auf dem Weg Richtung Waldbröl befand. Die Dampflok wurde gemeinsam vom Personal und der Polizei inspiziert: Alle Einrichtungen zur Vermeidung von Funkenflug (Funkenfänger, Nässeinrichtungen zum Löschen eventueller Funken) haben tadellos funktioniert. Bei der am Premierentag gültigen Waldbrandstufe 2 gibt es keine Einschränkungen für den Betrieb rostgefeuerter Dampfloks.

Wegen des Feuerwehreinsatzes und der anschließenden Streckenkontrolle musste die Bahnstrecke zwischen Remperg-Mühlenau und Hermesdorf am frühen Nachmittag für zweieinhalb Stunden gesperrt werden. Dadurch fiel eines von vier Zugpaaren aus, das anschließende wurde mit dem Triebwagen statt der Dampflok gefahren. Bis zur Freigabe der Strecke durch die Feuerwehr wurde ein Pendelverkehr mit dem Triebwagen zwischen Waldbröl und Hermesdorf eingerichtet, auch, um den zahlreichen Interessenten die Möglichkeit zu geben, zumindest einen Teil der „neuen“ Strecke zu erkunden. Für die Fahrgäste des ausgefallenen Zugpaares wurden Ersatzbusse bereitgestellt.

Wir bitten Sie als Fahrgäste, Anwohner und Einsatzkräfte um Entschudigung. Dass die Dampflok nicht so fahren konnte, wie es geplant war, tut uns sehr leid – besonders auch für die vielen Kinder, die mit glänzenden Augen vor der Lokomotive standen.

Den Fahrgästen, die mit dem Bus heimfahren mussten, bieten wir an, gegen Vorlage der Fahrkarte an einem der nächsten Betriebstage mit dem „Bergischen Löwen“ zu fahren.

Der nächste Betriebstag des „Bergischen Löwen“ mit Dampflok- und Triebwagenbetrieb ist der 9. Mai.


Link zur Bildergalerie der Eröffnungsfahrt hier...